[Blogtour] Liebe ist kein Duett – Perfektionismus

14642086_347865098880663_3409966261900669884_nHallo ihr Lieben,

 

heute sind wir schon am letzen Tag der Tour angekommen. Ihr habe die Woche über schon viel über Heike Fröhlich und ihr Buch „Liebe ist kein Duett“ erfahren. Ich möchte euch heute etwas zum Thema Perfektionismus erzählen.

 


Erst einmal möchte ich den Begriff erklären. Dazu habe ich ein Zitat aus Wikipedia gezogen.

 

„Perfektionismus ist ein psychologisches Konstrukt, das versucht, übertriebenes Streben nach möglichster Perfektion und Fehlervermeidung zu erklären. Eine einheitliche Definition existiert nicht; Forschergruppen haben zahlreiche Facetten des Konstruktes herausgearbeitet.

 

 

Was gehört dazu? 

 

board-786119_1920Es gibt wie oben bereits geschrieben, viele verschiedene Formen von Perfektionismus. Doch im allgemeinen wird in zwei Dimensionen unterschieden: 

  1. streben nach Vollkommenheit 
  2. Übertriebene Fehlervermeidung 

 

Zu 1: Das streben nach Vollkommenheit zeichnet sich dadurch aus, dass man sehr organisiert ist und hohe Standarts hat. Man lebt hier nach dem Motto: „Alles oder nichts“. Wer danach lebt, alles Perfekt machen zu wollen, steht unter Dauerstrom. Diese Menschen kommen sehr schlecht zur Ruhe, finden keine Ende bei der Arbeit und können ihren „Erfolg“ nicht genießen. 

Zu 2: Hier geht es zumeist darum, dass man versucht alles richtig zu machen um Ärger mit dem Partner/ den Eltern aus dem Weg zu gehen. 

 

Wer  nach Perfektion strebt egal ob es um Fehlervermeidung geht oder darum alles Perfekt zu machen, wird auf dauer nicht glücklich sondern sogar krank. Natürlich gibt es auch noch eine gute perspektive von Perfetionismus. Ehrgeiz. Denn der Ehrgeiz  bringt uns dazu, Dinge auszuprobieren und Ansprüche zu setzen. Wenn das alles in einem Gesunden Maße passiert ist es okay, alles darüber hinaus macht auf Dauer krank.  

 

Von mir kenn ich das auch. Dazu möchte ich euch eine kleine private Geschichte erzählen:

 

Als ich schwanger wurde, war ich so glücklich wie nie zuvor. Ich habe mich belesen, das Zimmer und die Wohnung mit meinem Mann Kindersicher eingerichtet und ich habe den Vorbereitungskurs mitgemacht. Ich malte mir die Geburt aus und wollte alles so gut es geht auf „natürlichem Weg“ machen. Die Schwangerschaft verlief super, mein Sohn wuchs und wir konnten es kaum noch erwarten. Ganz belesen wie ich war, wollte ich nach der Geburt stillen und einfach für mein Kind da sein. 8 Wochen wollte ich ganz Mama werden und danach eine arbeitende Mutti sein. Ich wollte halt alles „Perfekt“ machen. Doch die Ernüchterung kam nach 8 1/2 Stunden Wehen im 2-Minuten-Takt. Ich bekam, anstatt einer natürlichen Geburt, eine sekundäre Sectio also einen ungeplanten Kaiserschnitt. Dadurch bedingt, konnte ich meinen Sohn nicht stillen, denn er bekam kurz darauf eine Infektion (woher ein 2 Tage altes Baby eine Infektion bekommt, frag ich mich bis heute) und war zu schwach zum Trinken. Darauf wurde nachgeholfen und er lernte falsch zu saugen. Das konnten wir leider nie wieder kitten.  

Also Punkt 1. natürliche Geburt und Punkt 2. stillen, waren für mich schon mal Geschichte. Dann hatte ich wunderschöne 8 Wochen mit meinem Baby und dann musste ich wieder zu meiner Ausbildung. Zack noch ein Punkt, der nicht so in meiner Planung vorkam, denn ich war nach einer 8-stündigen Schicht kaum noch in der Lage mein Sohn zu versorgen. 

woman-1006102_1920Ich schaffte es genau 3 Monate bis ich zusammenbrach. 3 Monate in denen ich versuchte meine perfekte Welt aufrecht zu halten, die genährt von unzähligen Mütterberichten über eine perfekte Zeit mit einer „perfekten“ Geburt (die es nicht gibt) und einer wundervollen Stillbeziehung zu dem Kind einen immer mehr unter Druck gesetzt hat. Ich fühlte mich als Versagerin und von allen verlassen, denn alle bekamen diese Dinge hin. Jede Mutter war bei ihrem Kind und bekam die vielen ersten Dinge mit und ich musste meine Ausbildung machen. Daran habe ich lange geknabbert. Nach 6 Monaten ging es Bergauf. Denn ich hatte eingesehen, dass es nicht um die Perfektheit geht, sondern darum, dass man für sein Kind da ist.

Auch wenn das jetzt alles bereits fünf Jahre zurück liegt, gab es immer wieder einige Situationen in denen ich merkte, dass dieser verdammte Perfektionismus wieder hoch kam. Man legt ihn nie ganz am, aber man kann lernen damit zu leben. 

 

 

Was hat das alles mit „Liebe ist kein Duett“ zu tun?

 

Auch Carolin versucht seit dem Tod ihres Mannes, alles perfekt zu machen. Und nach 5 Jahren merkt sie, dass es nicht mehr geht, dass sie einfach nur noch erschöpft ist. Der Perfektionismus hat Carolin resignieren lassen. Sie konnte nicht offen trauern, denn sie wollte nach außen hin, die perfekte Mutter abgeben und zeigen, dass sie alles alleine schaffen kann. Daher verschloss sie sich und zog eine riesige Mauer um ihr Herz. 


 

Wenn ihr mehr wissen wollt dann schaut direkt in meiner Rezi nach oder kauft euch das Buch 😀 

So ich hoffe, ihr konntet etwas aus meinem Beitrag mitnehmen und freut euch schon darauf, dass Morgen unser Gewinnspiel beginnt. Weitere Informationen hierzu könnt ihr hier finden. 

 


Gewinnspiel:

Zum letzten Tag und Abschluss der Blogtour haben wir (alle teilnehmenden Bloggerinnen zusammen mit der Autorin) für euch ein Gewinnspiel vorbereitet: eine Schnitzeljagd.

  1. Preis: Ein funkelnagelneuer Kindle-Paperwhite
  2. und 3. Preis: Je ein signiertes Taschenbuch “Liebe ist kein Duett” mit dem dazu passenden Notizbuch und einem Lesezeichen

Die Schnitzel sind Bilder, wie dieses hier:

Diese Bilder müsst ihr auf verschiedenen Webseiten suchen.

Wie ihr die Schnitzel findet? Klickt einfach ab Samstag, 5.11.16 auf DIESES Bild, dann auf das nächste Bild, das ihr gefunden habt. Die Links leiten euch von Bild zu Bild. Auf jedem Mond, den ihr seht, findet ihr Wörter. Schreibt die Wörter raus und stellt sie hintereinander. Schon habt ihr die zwei Lösungssätze.

SENDET DIE LÖSUNG PER MAIL AN: info@heikefroehling.de

Das Gewinnspiel ist unabhängig von Facebook und Twitter und läuft bis Sonntag, 13.11.2016, 23:59 Uhr. Dann werden die drei Gewinner im Losverfahren gezogen, deren Namen auf Facebook unter dem Gewinnspiel, hier unter diesem Posting und natürlich persönlich per Mail benachrichtigt.
Teilnahme ab 18 Jahren, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Blogtourfahrplan: 

• Freitag, 28.10. Ann-Sophie Schnitzler: ausführliche Buchvorstellung + Leseprobe aus der Mitte des Romans

• Samstag, 29.10. Jasmin Rotert: Interview mit der Autorin und auch mit Carolin, der Hauptfigur des Romans

• Sonntag, 30.10. Alexandra M. Richter: In das Buch reinhören – vorgelesen

• Montag, 31.10. Patricia Nossol: Hintergrundinformationen zum Buch

• Dienstag, 1.11. Rena Schiffer: Thema “alleinerziehende Mutter”

• Mittwoch, 2.11. Nina Wacht: Verlosung von Taschenbüchern

• Donnerstag, 3.11. Stefanie Steger: Der Weg zum Cover 

• Freitag, 4.11. Claudia Tramann: Thema “Perfektionismus”

  • Samstag, 5.11. Start großes Bloggewinnspiel um einen Kindle Paperwhite

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