[Rezension] Die Rebellin von Mykonos

Titel: Die Rebellin von Mykonos

Autorin: Martina Kempff
Verlag: Ammianus Verlag
Genre: historischer Roman
Seiten: 400

Preise
E-Book: 8,99 €
Taschenbuch: 13,90 €

 

 

Klapptext

 

„1821: Die griechische Bevölkerung rebelliert gegen die Herrschaft der Osmanen. Vierhundert Jahre Fremdbestimmung neigen sich dem Ende zu. Mitten in die Wirren des beginnenden Freiheitskampfs wird Mando Mavrojenous hineingezogen, eine junge Aristokratin, die zunächst nur gegen die Zwänge in ihrem Elternhaus aufbegehrt. Bald aber stellt sie sich als mutige Kämpferin an die Spitze der Rebellen auf ihrer Heimatinsel Mykonos. Sie opfert ihren Brautschatz für die griechische Flotte und findet Anerkennung in einem von Männern geprägten Umfeld. Doch in tiefster Seele bewegt sie etwas anderes: Der leidenschaftliche Hass auf den unbekannten Mörder ihres Vaters und die verbotene Liebe zu ihrem Cousin Marcus. Hin- und hergerissen zwischen Berufung und Gefühlen läuft die junge Griechin Gefahr, alles zu verlieren … Neu bearbeitet mit ausführlicher Spurensuche!“
(Quelle: Ammianus Verlag)


 

 

Meine Meinung

 

Wer mich kennt, weiß, dass ich historische Roman liebe. Aus diesem Grund habe ich mich für „Die Rebellin von Mykonos“ beworben. Doch leider muss ich gestehen, war dieser Roman nicht das was ich mir erwartet hatte.

Der Schreibstil ist ziemlich flüssig, doch es gibt viele Sichtwechsel in der 3. Person und das hat mich persönlich ziemlich verwirrt. Auch hatte ich einige Probleme damit, dass viele Stellen einfach zu langatmig waren und damit schwer der Gesamthandlung zu folgen.

Die Ansätze sind super gewählt: der Freiheitskampf, die verbotene Liebe zu ihrem Cousin, die Erwartungen an Frauen damals, politisches Geschehen um Mando in einer Männerdomaine. Und es hätte sehr interessant werden können, wenn die Ansätze besser herausgearbeitet worden wären. Doch leider kam Mando in diesem Roman eher als eine verzogene Göre aus reichem Haus, dass ein bisschen in der Politik mitmischen will und Menschen die sie lieben dabei noch ausnutzt, rüber. Auch wenn ich ihren Mut bewundern muss, den sie an den Tag gelegt hat, sich in die Domäne der Männer zu mischen und „der Sache“ ihr ganzes Vermögen zu widmen. Im Endeffekt war es für mich alles eher gut gewollt, aber schlecht ausgeführt. Zu wenig politisches Geschehen, zu viele Liebesszenen und das mit schwerer, altertümlicher Sprache konnten mich nicht überzeugen, weshalb ich ziemlich lange für diesen Roman gebraucht habe.

Sehr interessant war am Ende eine kleine Spurensuche. Hier gab es Fakten über die Zeit der Rebellion und schöne alte Bilder zu den Schauplätzen. Auch merkt man den Herzblut der Autorin in diesem Buch. Sie kennt Mykonos (da sie dort lebte) und hat viel Recherche betrieben. Mich konnte es nicht so überzeugen, aber andere vielleicht dafür umso mehr.

 

 

Mein Fazit

 

Für mich war die Mischung hier leider nicht ausgewogen genug. „Die Rebellin von Mykonos“ hatte mehr Liebesszenen als politische und somit kam die ganze Rebellion einfach zu kurz. Trotz dessen kann ich diesen Roman empfehlen, denn er gibt interessante Einblicke in die damalige Zeit in Griechenland. Jeder der durch Griechenland reist sollte dieses Buch im Gepäck haben.

 

 

Meine Bewertung

 

drei-sterne-3

 

1 Comment

  1. Alisia

    4. November 2016 at 0:01

    Hallöchen 🙂

    Also spannend klingt es eigentlich… Ich hatte jetzt die Hoffnung das es mehr in die Politik geht aber das hast du ja aus der Welt geschafft. Ich mag es eher, wenn die Liebesgeschichte sich im Hintergrund abspielt. Aber jedem das Seine 🙂

    Liebe Grüße

    Alisia

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