[Rezension] Weit hinter dem Horizont

Autorin: Christine Lawes
Verlag: Edel ebooks
Veröffentlicht: 10.04.2015
Seiten: 389 (lt. Edel ebooks Seite)
Genre: Frauenroman
Preis E-Book: 5,99 €

Danke an BloggdeinBuch und Edel ebooks für das Rezensionsexemplar.

 

 

 

 

Klapptext

 

“Florence Letrec ist eine junge, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris. Lange war sie nicht mehr in ihrer Heimat, an der wild-romantischen Küste der Bretagne – zu schmerzlich sind die Erinnerungen. Florences Eltern starben bei einer Explosion auf einem Leuchtturm, als sie gerade zwölf Jahre alt war. Sie wuchs gut behütet bei ihrer Großmutter im malerischen Locronan auf. Eines Tages erhält Florence einen Brief ihrer totgeglaubten Mutter aus einem Kloster, der sie zurück in die Bretagne führt. Dort begibt sie sich gemeinsam mit ihrer Jugendliebe Serge auf eine Reise in die Vergangenheit ihrer Familiengeschichte, in tiefe menschliche Abgründe. Dabei entdeckt sie die Memoiren ihrer Mutter und begreift, warum ihre Großmutter alles getan hat, um ein Verbrechen zu vertuschen und Serge und sie auseinanderzubringen. Florence riskiert dabei nicht nur ihren guten Ruf, sondern auch ihr Leben in Paris und den Zusammenhalt ihrer Familie und einstiger Freunde.
Plötzlich weiß Florence, dass sie all ihre Pläne überdenken und ihrer inneren Stimme vertrauen muss …”
(Quelle: Edel ebooks)

 

 

Meine Meinung

 

Ich hatte so meine Schwierigkeiten mit diesem Buch. Zwar geht es direkt am Anfang schon interessant los mit einem Geheimnis was die Protagonistin herausfinden will, aber trotzdem konnte mich dieses Buch nicht so fesseln wie ich es mir erhofft hatte, dazu aber im Verlauf mehr. 
Das Buch hat eine wunderbare Kulisse an der bretonischen Küste! Die Steilküste an der sich die Wellen brechen und der Leuchtturm auf Cover, sind ein echter Hingucker. Die Autorin hat versucht sich diese Kulisse zu nutzen zu machen, was sie mit ihren bildhaften Beschreibungen geschafft hat. 

Gestört hat mich extrem, dass ich über viele Perspektivwechsel innerhalb kürzester Zeit stolpern musste. Wenn man diese Klar voneinander abtrennt ist es flüssiger aber hier wechselte es zum Teil in einem Satz. Das machte es mir unheimlich schwer der Story zu folgen. Oft musste ich erneut den Absatz oder Satz lesen und habe ihn dann trotzdem nicht verstanden. Auf manchen Seiten war sogar das Problem, dass plötzlich ein Ereignis geschehen ist, man aber wieder in die Vergangenheit kommt wo es noch nicht passiert war und danach wieder doch. Ja der Satz ist verwirrend aber genauso habe ich das leider lesen müssen. Leider habe ich auch einige Halbsätze gefunden, die einfach keinen Sinn ergaben oder überhaupt nicht in diese Stelle zu gehören schienen.

Die Charaktere waren okay. Warum okay fragt ihr euch sicher?

Florence befindet sich auf einem Selbstfindungstrip und denkt viel über sich, über ihre Vergangenheit und ihre Zukunft nach. Diese Gedankenhänge nimmt einen sehr großen Raum ein und waren für mich nicht immer nachvollziehbar. Serge war da schon authentischer obwohl er ja nicht die zentrale Figur in diesem Roman ist. Die anderen Protagonisten waren mir einfach zu blass und oberflächlich behandelt. 

Gefallen haben mir die Rückblenden, wenn sie denn nachvollziehbar waren. Allerdings war es nicht wirklich fesselnd, es war interessant aber ich war jetzt nicht der Meinung, dass es mich packen konnte. Auch gibt es in den Erzählsträngen viel Potenzial die man hätte nutzen können um diesen Roman zu etwas wunderbaren zu machen, aber leider blieb mir alles zu oberflächlich und zu glatt.

Das Ende kam mir zu schnell, zu abrupt und war meiner Meinung nach, einfach unausgereift und hätte noch einiges an Potenzial gehabt um es spannender zu machen. Die Zentrale Frage des Romans ist für mich nicht wirklich nachvollziehbar abgehandelt worden, sondern es wurde mehr wert auf den persönlichen Aspekt der Protagonisten gelegt. Das fand ich sehr schaden, denn wenn ein großes Familiengeheimnis versprochen wird, möchte ich das dieses auch bis ins Detail stimmig ist und am ende auch gelüftet wurde. Hier gibt es zwar eine kurze Stelle dazu aber das hat mir nicht ausgereicht. 

 

 

Mein Fazit

 

Wer kein Problem mit verworrenen Rückblendungen und oberflächlichen Charakteren hat, kann mit “Weit hinter dem Horizont” von Christine Lawens nichts falsch machen. Die Grundstory ist ganz süß und interessant, leider fehlt einfach der Tiefgang der Story und der Charaktere. Trotzdem ist es an manchen Stellen doch spannend gewesen und ein wenig mitfiebern konnte man. Doch die Probleme wurden hier zu schnell gelöst und “Geheimnisse” blieben nicht lange welche. Leider gibt es von mir nur eine eingeschrängte Kaufempfehlung für diesen Roman und nur 2,5 Sterne für die Grundstory und die detailreichen Beschreibungen der Autorin. Der halbe Punkt gibt es für die doch leicht vorhandene Spannung. 

 

 

Meine Bewertung

 

 

dreiblumen1

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